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Dinge die du über den Ausbau eines Campervans wissen solltest

Instagram und Youtube sind voll von jungen Menschen, die ihre Liebe zum Campen entdeckt haben.

Mit ihren selbst ausgebauten Vans entdecken sie fremde Länder und Kulturen. Mit ihrer Begeisterung über diese Art des Reisens stecken sie immer mehr andere Menschen an.


Aber wie funktioniert so ein Camper Ausbau überhaupt? Wie stellt man sicher, dass man auch in Norwegen oder Schweden nachts nicht friert? Warum ist eine Trenntoilette eigentlich empfehlenswerter als eine normale Chemietoilette?

Was gilt es beim Einbau von Fenstern und Dachhauben zu beachten? Und wie zur Hölle verlegt man eigentlich selbst die Elektrik, wenn man bisher maximal Lampen angebracht hat?


Damit du bei deinem Camper Ausbau nicht wie der Ochs vorm Berg stehst, findest du hier einige Dinge, die du bei deinem Ausbau beachten solltest.

Die richtige Basis


Eines vorweg: Das eine richtige Fahrzeug gibt es nicht. Welches Fahrzeug für dich das Richtige ist, ist abhängig von den Anforderungen, die du an das Fahrzeug stellst, sowie von dem Budget, welches du für den Ausbau ausgeben möchtest.


Häufig wird auf Kastenwagen zurückgegriffen. Diese haben den Vorteil, dass ihre Ladefläche sehr geräumig ist, sodass auch längere Reisen problemlos möglich sind. Außerdem macht ihre Kastenform den Ausbau sehr einfach, weil viel möglich ist.

Welche Höhe und Länge du wählst, ist abhängig davon, ob du in deinem Van stehen möchtest und wie viel Platz du dir wünscht.


Neben Kastenwagen kannst du beispielsweise aber auch Bullis zurückgreifen. Diese sind zwar deutlich kleiner, aber verfügen häufiger über einen Allradantrieb und können daher auch auf Offroadstrecken eingesetzt werden.


Bei deiner Fahrzeugwahl solltest du außerdem darauf achten, dass das Fahrzeug eine möglichst geringe Leermasse aufweist, damit du genug Spielraum für den Ausbau hast.

Um deinen Van am Ende mit deinem normalen Führerschein der Klasse B zu fahren, darf er mit Zuladung nicht mehr als 3,5 Tonnen wiegen.

Die Wahl der richtigen Toilette


Toilette im Van, ja oder nein? Chemietoilette oder Trocken-Trenntoilette? Bei der Toilettenfrage scheiden sich die Camper-Herzen.


Daher hier ein paar Informationen über deine Möglichkeiten:
Sie ist das Dixiklo der Camperszene – die Chemietoilette. Sie funktioniert, wie deine Toilette zu Hause, nur dass deine Ausscheidungen in einer chemischen Substanz landen, die entstehende Gerüche bindet.

Gute Sache, nur nicht für die Natur und deine Flexibilität. Denn ist die Toilette voll, muss ihr Inhalt an dafür vorgesehenen Stellen entsorgt werden. Dies haben meistens nur Campingplätze. Auch ist der Geruch dieser Chemietoiletten auf Dauer, speziell bei andauernder Hitze, leider untragbar.


Besser für die Natur und für deine Flexibilität ist die Trenntoilette auch Komposttoilette (empfohlen: Separett tiny) genannt.

Hier wird Festes und Flüssiges voneinander getrennt. Während der Kot im hinteren Teil in einem Müllbeutel gesammelt wird, landet der Urin im vorderen Behälter. Durch die Trennung in der Komposttoilette wird einer Geruchsentwicklung vorgebeugt.

Der Vorteil ist, dass du den Müllbeutel mit dem Kot problemlos in einer Restmülltonne entsorgen kannst. Den Urinbehälter kannst du entweder in der Natur oder in einer Toilette oder einem Gully ausleeren. Damit bist du nicht auf einen Campingplatz mit entsprechender Entsorgungsstelle angewiesen.


Es ist daher nicht verwunderlich, dass die meisten Vanlifer auf eine Trenntoilette setzen, so können sie überall dort stehen, wo sie möchten und belasten die Umwelt nicht unnötig.

Fenster und Dachlüfter


Fensterscheiben in einem Van sind Mangelware, daher ist ein Einbau beim Umbau irgendwie Pflicht.

Dem Internet sei Dank, musst du nur noch dein Modell in der Googlesuche eingeben und schon findest du alle Fenstertypen, die sich für den Einbau in deinen Van eignen. Damit das Loch im Van am Ende die passende Größe hat, solltest du dir mithilfe einer Folie vorab die genauen Schnittkanten auf den Van aufzeichnen.

Außerdem solltest du dir beim Ausbau Hilfe von einer zweiten Person holen, da manchmal einfach ein zweites Paar Hände benötigt wird. Neben einem Fenster solltest du auch einen Dachlüfter einbauen.

Dieser hilft dir, frische Luft in den Van zu bringen und die Essensgerüche schnell rauszubekommen. Falls du eine Dusche im Van verbaust, bringt er außerdem die feuchte Luft raus und beugt so Schimmel vor!

Wohnmobil, Van, Kastenwagen – Isolierung und Standheizung


Damit du auf deinen Reisen nicht frierst, solltest du deinen Van beim Ausbau isolieren. Aber auch im Sommer ist eine Isolierung nützlich, da der Van sich nicht so schnell erhitzt. Außerdem verringert die Isolierung die Feuchtigkeit im Van.

Alle in Frage kommenden Dämmmaterialien bringen Vor- und Nachteile mit, sodass es keine allgemein gültige Empfehlung gibt. Was allerdings absolut nicht zu empfehlen ist, ist das Isolieren mit Bauschaum.

Wahrscheinlich kommst du hiermit wirklich auch in die letzte Ecke, aber Bauschaum nimmt viel Feuchtigkeit auf, sodass es an den Stellen schneller zu Rost oder Schimmel kommen kann.


Eine Standheizung solltest du verbauen, wenn du auch im Winter oder in kalten Regionen campen möchtest. Dabei hast du die Wahl zwischen einer Standheizung, die mit Diesel oder einer, die mit Gas betrieben wird.

Der Vorteil von einer Diesel-Standheizung ist, dass du hierfür nicht einen extra Tank benötigst und Diesel überall auf der Welt unproblematisch zu bekommen ist.

Dafür ist der Geräuschpegel höher als bei einer Gas-Standheizung. Dafür musst du bei dieser zusätzliche Gastanks mitnehmen und die Beschaffung von neuem Gas kann in manchen Ländern komplizierter sein.


Die Elektrik im Van


Keine Sorge, wenn du in der Schule in Physik ein bisschen aufgepasst hast, dann weißt du das wichtigste schon! Damit du am Ende Licht in deinem Van hast und dein Smartphone lädt, brauchst du einen geschlossenen Stromkreis. Und das war auch schon der ganze Zauber. Ein Stromkreis besteht aus einer Stromquelle, einem Verbraucher und einem Leiter.


Damit dir der Strom nicht ausgeht, solltest du neben der normalen Autobatterie noch eine Aufbaubatterie einbauen, über die dein Verbrauch im Van läuft. Da Batterien aber Strom nur speichern und abgeben, musst du dir überlegen, wie du diese Energie gewinnen möchtest.

Die am häufigsten gewählte Methode sind Solarmodule auf dem Dach. Insbesondere im Sommer gewinnst du so sehr kostengünstig Energie. Andere Möglichkeiten sind Dieselaggregate, Brennstoffzellen oder auch ein Landstromanschluss an deinem Van.


Was für deinen Van geeignet ist, ist auch davon abhängig, wie viele Verbraucher du hast. Klassische Abnehmer sind: Der Kühlschrank, Steckdosen und die Beleuchtung.

Wer nun aber, statt zu fahren lieber wandert, dem sei dieser Beitrag an Herz gelegt: https://adrenalineactivities.net/die-10-schoensten-wanderwege-deutschlands/

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